Was motiviert mich zum Fasten? Teil 2

Gesünder

...um meine Süchte in den Griff zu bekommen, da geht es um Zucker- und Alkohol-Konsum, darum gesünder zu leben. Und das ist nicht immer so einfach.

Mir vertauen und mich trauen

Was kann mir noch passieren, wenn ich eine Woche ohne feste Nahrung gut überstehe? Ich habe wieder Mut und Vertrauen in mich selbst gewonnen.

Schmerz-Reduktion

Ich habe eine chronische Schmerzkrankheit/ Fibromyalgie und hatte dadurch schlimme Schmerzen. Jetzt fast gar nichts mehr. Zuerst ging ich fasten, dann habe ich meine Ernährung umgestellt und abgenommen. Das Wichtigste ist für mich, dass ich meine Schmerzen im Griff habe und nicht mehr die Schmerzen mich!

Neustart/ Reset

Als Neustart finde ich eine Fastenwoche ideal, bei den Wanderungen kann mein Kopf auslüften und eine neue Sicht gewinnen. Mein Fasten ist ein freiwilliger und zeitlich begrenzter Nahrungsverzicht. Ich weiss genau, dass ich nach diesen 5-7 Tagen wieder essen und geniessen kann. Das beginne ich bewusst und langsam und probiere so, den Fasten-Gewinn möglichst lange hinauszuziehen, das ist sehr genussvoll.

Entgiftung

Ich möchte mehr bei mir selbst ankommen. Und natürlich ist die körperliche Entgiftung auch ein wichtiger Punkt, meiner Haut geht es jeweils viel besser.

Was motiviert mich zum Fasten? Teil 1

Leichtigkeit und im Einklang mit mir

Fasten ist ein schöner Weg mit mir in Einklang zu kommen. Es stellt sich auf allen Ebenen Leichtigkeit ein und die Gedanken werden klarer. Gerade in einer Auszeit von meinem Alltag sehe ich deutlich, was gut ist und in welche Richtungen Veränderungen anstehen.

Weniger Schmerzen und mehr Körperwahrnehmung

Meine Migräne bessert sich und das ist faszinierend. Ich lerne dadurch meinen Körper sehr gut kennen und staune immer wieder, wie er reagiert und zu was er fähig ist. Ich lerne, auch im Alltag gut auf meinen Körper und seine Signale zu hören.

Für mich

Ich mach das für mich, weil ich mich mag, es ist meine Art von Selbstfürsorge.

Gewicht reduzieren und Ernährung umstellen

Ich faste wegen meinem Gewicht, um meinem Körper eine Pause zu gönnen und um mich zu regenerieren. Danach ist es einfacher, neue Ernährungsgewohnheiten zu etablieren. Es ist für mich die absolute Erholung!

Hunger oder Lust?

Die Geschmackssinne werden geschärft und ich esse nach dem Fasten bewusster. Ich merke wieder, ob ich Hunger oder Esslust habe und wann ich satt bin. Bei jeder Fastenkur bleibt eine positive Änderung hängen, oft wie von selbst, Schritt für Schritt.

Das erste Mal

Das erste Fasten kostete mich Überwindung, weil ich nicht wusste, wie ich das vertrage und auch etwas Angst hatte davor. Der Austausch in der Gruppe und die kompetente Leitung hat mich sehr unterstützt. Danach war ich wirklich stolz und zufrieden und ich mache es nun regelmässig 1x jährlich.

Statt Medikamenten

Mein Bluthochdruck sank sagenhaft auf normale Werte, sonst hätte ich mit Medikamenten beginnen müssen und die haben ja immer Nebenwirkungen.

Es tut sooo gut!

Nach einer Fastenwander-Woche fühle ich mich total gestärkt. Es geht mir jeweils unglaublich gut, körperlich und mental. Ich weiss nun wieder genauer, was mich wirklich nährt.

Für guten, erholsamen Schlaf

Das Grübeln ist für die Zeit ausgeschaltet und mein Schlaf hat sich deutlich verbessert, das ist mein Hauptgrund.

Fasten in Tradition und Heute

Fastenzeit früher und heute

Traditionell beginnt die christliche, 40-tägige Fastenzeit am Aschermittwoch (Fasnacht) und dauert bis Karsamstag (Ostern), dieses Jahr also vom 26. Febrauar.-11. April 2020. Sie erinnert an die 40 Tage, welche Jesus in der Wüste verbrachte, die Sonntage werden als Feiertage nicht mitgezählt. Fasten gibt es seit jeher in allen grossen Religionen, wir kennen den Ramadan im Islam und auch die jüdische Gemeinschaft hat ihre Fastentage.

In der Vergangenheit war der Nahrungsverzicht oft nicht freiwillig. Uns Mensch gäbe es nicht mehr, wenn wir nicht dafür geeignet wären, Perioden ohne Essen zu überstehen.

Unsere heutige Herausforderung ist in diesen Breitengraden das Zuviel, bei der Ernährung führt das Zuviel zu den nur allzu bekannten und teuren Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht und hoher Blutdruck. Wie gut und leicht es sich anfühlt nach einigen Tagen fasten, diese Erfahrung ist überzeugend! So viel Unabhängigkeit zu erleben macht zu Recht stolz. Dabei sinkt der zu hohe Blutdruck und eine Ernährungsumstellung bietet sich an für eine nachhaltige Gewichtsreduktion.

Heutzutage geht es den meisten Fastenden um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Viele Krankheits-Symptome lassen sich verbessern durch einen zeitlich beschränkten Nahrungsverzicht. Heute fasten weiterhin viele im Frühling, eine Art ganzheitlicher Frühjahrsputz für Körper, Geist und Seele. Fasten ist grundsätzlich zu jeder Jahreszeit möglich, persönlich bevorzuge ich eher die wärmeren Monate, da das Fasten oft mit frösteln verbunden ist. Das geschieht, weil der Körper in den Energiesparmodus wechselt. Viele Teilnehmerinnen leiden mehr daran, öfter zu frieren als Hunger zu haben. 5-7 oder sogar 10 Tage sind eine gute Fasten-Dauer und für Gesunde gut machbar.

Das heutige Fasten kann individuell und frei umgesetzt werden: Zum Beispiel kann eine bestimmte Zeit auf Fleisch, Alkohol oder Zucker verzichtet werden. Oder wie wäre es ohne Fernsehen? Oder mit einem stark eingeschränkten Gebrauch vom Natel? Nur das wirklich Nötige einkaufen und dabei auf Plastik verzichten ist eine weitere Variante. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Womit und wann beginnst Du?

Fasten-Phasen

Es ist viel einfacher, ganz auf Essbares zu verzichten als Diät zu halten.

Die Phasen des Fastens:

Die Anlage zum Fasten ist tief im Menschen verankert, in sehr früher Zeit hätten wir sonst nicht überlebt, der Nahrungsverzicht war damals unfreiwillig. In unserer heutigen Zeit ist es das Zuviel, welches eine Herausforderung darstellt. Süsses, vor langer Zeit überlebenswichtig ist nun in unseren Breitengraden immer vorhanden und in unserem Inneren existiert immer noch ein Programm, dass wir davon möglichst viel brauchen, mit teilweise fatalen Folgen für einzelne Personen und die damit verbundenen Folgeosten der Zivilisationskrankheiten im Gesundheitswesen.

 »Jeder Narr kann fasten; aber nur ein Weiser kann es ordentlich brechen.« sagte George Bernard Shaw.

Zu Fasten ist für gesunde Menschen problemlos möglich, auch dabei zu wandern. Es ist viel einfacher, ganz auf Essbares zu verzichten als Diät zu halten. Nach dem Fasten fällt es bedeutend leichter Gewohnheiten zu ändern. Das kann, muss ja nicht für Ewig sein. Die nächsten Weihnachten kommen bestimmt!

Zu Beginn ist empfohlen, bereits vor Beginn auf Alkohol, Nikotin und Koffein zu verzichten und 1-3 Entlastungstage mit leichter Kost wie Reis, Hafer, Gemüse und Salat einzulegen. Gerade Koffein, auch in kleineren Mengen kann Kopfschmerzen verursachen beim "Entzug". Das eigentliche Fasten beginnt mit der Einnahme von Glauber- oder Bittersalz zur Darmreinigung. Wichtig ist das, um dem Körper das klare Signal für die Umstellung auf Ernährung von den eigenen Reserven zu geben, ohne diese Massnahme bleibt mehr Hunger. Die Tage der Umstellung sind beide Male, also beim Fastenbeginn und beim Fastenende die sensibelsten. Gut ist, Stress zu vermeiden, Zeit zu haben und auf den eigenen Körper zu hören. Spazieren, ruhen und viel stilles Wasser und ungesüssten Tee Trinken. Das gilt auch in den Fastentagen.

So etwa ab dem 3. Tag geht es meistens besser und häufig wird das Fastenhoch erlebt. Das Wandern in der Gruppe durch die Natur unterstützt den Stoffwechsel und beugt dem Muskelabbau vor. Abkürzungen, Pausentage oder individuelle Wege sind gut möglich.

Das Fastenbrechen ist ein intensives Geschmackserlebnis mit einem Apfel, bei dem viele Fastende nach der Hälfte satt sind. Die Aufbautage sollen sorgfältig und langsam angegangen werden. Sie dauern mindestens die Hälfte der Zeit, welche gefastet wurde. Jetzt ist der ideale Moment für eine Ernährungsumstellung, welche eine nachhaltige Gewichtsreduktion ermöglicht.

Über mich

Über Regula Schwarz Obrero

  • Dipl. Fastenleiterin mit med. Ausbildung
  • Mal- und Gestaltungstherapeutin
  • Anleiten von Entspannung, Meditation und Bilderreisen
  • Malerei und Fotografie
  • Pflegefachfrau HF

Nirgends erhole ich mich besser als beim Fastenwandern. Dabei kann ich den Kopf auslüften und auf allen Ebenen Energie tanken, technisch gesprochen kommt diese Erfahrung einem ganzheitlichen Reset gleich, das Körper, Seele und Geist umfasst. Der Vergleich mit einem ganzheitlichen Frühlingsputz taucht auch auf. Das Fastenwandern lässt die ursprünglichen Kraftquellen aufleben, lässt zur Ruhe kommen und Inspiration finden.

Seit 10 Jahren hat das Fasten einen festen Platz in meinem Leben mit jährlichen Fastenwander-Wochen und regelmässigem Basenfasten. Fasten ist viel einfacher als Diät halten, es ist ideal um unliebsame Gewohnheiten zu verändern und die Ernährung anzupassen. Dass sich mein Gewicht durch das jährliche Fasten um die überflüssigen Kilos reduziert hat ist ein willkommener Nebeneffekt. Die Begegnungen in der Gruppe und die gegenseitig erlebte Unterstützung sind eine Wohltat, die ich ganz besonders geniesse. Seit ich mich erinnern kann entdecke ich die Natur wandernd, eine alte schweizer Tradition, die mir meine Ursprungs-Familie mitgegeben hat. Fastenwandernd habe ich Deutschland, Spanien, Oesterreich und Italien erkundet.

Die Idee: Ich suchte nach einer nachhaltigen Fastenwander-Woche, da gibt es in Deutschland viele günstige und mit dem öffentlichen Verkehr für mich leider nur mühsam erreichbare Angebote und in der Schweiz fand ich ausschliesslich teure Angebote. So ist es mein Wunsch, in der wunderschönen Schweiz ein bezahlbares Gesundheitserlebnis in komfortablen Unterkünften inklusive Wellness anzubieten.

Es erstaunt mich jedes Mal wieder, dass ich beim Fasten keine Hungergefühle habe. Durch den Einstieg mit der Darmreinigung weiss der Körper: Aha! nun gilt es, sich von Innen und den Reserven zu ernähren. Wenn ich in meinem Alltag abends nichts esse kann ich nicht schlafen und wandle zum Kühlschrank. Beim Fasten ist das kein Thema und der Verzicht inklusive Schlafen klappt gut. Eine Woche auf Essen verzichten zu können gibt mir ein tolles Gefühl von innerer Stärke. Für mich bedeuten diese Wochen nachhaltige Erholung.

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